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22.04/17:35 |
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WKN |
Jahreshoch |
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| DE000A0S8488 |
A0S848 |
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HHLA kaufen 01.04.2010
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848) mit "kaufen" ein.
Mit Veröffentlichung des vollständigen Jahresgeschäftsberichts habe das Management der HHLA einen vorsichtigen Ausblick auf das Jahr 2010 gegeben. Demnach plane das Unternehmen mit einem geringfügigen Umsatzrückgang gegenüber 2009. In 2010 werde vornehmlich der Feederverkehr anziehen. Im abgelaufenen Jahr seien diese Zubringerdienste auf dem Seeweg (insbesondere von und nach Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen, Russland) an den Hamburger Terminals mengenbezogen um 43,4% eingebrochen.
Bei einer strikt an die Formulierungen des Vorstands orientierten Einschätzung wäre aus Sicht der Analysten ein Engagement in die HHLA-Aktie vorerst zurückzustellen. Statt die vorsichtige Haltung aber für ihre Erwartungen zu übernehmen, würden sie Indizien ausmachen, die auf eine positiv gerichtete Revision des Unternehmensausblicks bei Vorlage der Q1-Zahlen hindeuten würden.
Klar sei, dass die Lage zunächst unverändert schwierig sei. Wie bereits bei Vorlage der vorläufigen Zahlen Anfang Februar betone, fehle bislang noch jedes handfeste Anzeichen für irgendeinen Aufschwung des Überseehandels; es würden nicht mehr Schiffe oder Frachten die chinesischen Häfen mit Kurs Hamburg verlassen, als während des zweiten Halbjahres 2009 (Fahrtzeit durch den Suez-Kanal: rund sieben Wochen). Unverändert sei die Erholung des Welthandels in Hamburg noch nicht angekommen. Starke Aufwärtstendenzen würden Singapur, Hong Kong, Dubai, nicht jedoch europäische Häfen verzeichnen.
Entsprechend halte es der Vorstand der HHLA für fahrlässig, für nicht verantwortbar, in der Unternehmenssteuerung oder der Kapitalmarktkommunikation Signale der Entwarnung zu setzen. Wie auch anhand drastischer Kürzungen bei der Entlohnung der Belegschaft, insbesondere bei den Wochenendzuschlägen, abzulesen sei, seien die Handlungen des Managements noch darauf gerichtet, das Unternehmen für ein Anhalten der Krise zu rüsten.
Der Unternehmensausblick fuße jedoch auf externen Daten, die Ende 2009 vorgelegen hätten. Die während des ersten Quartals ablesbare Stabilisierung der Erholungstendenzen sei noch ausgeblendet geblieben. Keinen Eingang gefunden hätten demnach jüngere Aussagen aus der deutschen Wirtschaft oder aktuellere Daten mittel- und osteuropäischer Volkswirtschaften. Eine möglicherweise bereits positive Tendenz in der Umschlagentwicklung des Hamburger Hafens wäre ebenfalls noch nicht berücksichtigt.
Unter Einbeziehung positiver Signale der letzten Monate würden die Analysten für 2010 weiterhin von einer deutlichen Umsatzausweitung der HHLA bei wieder anziehenden Margen ausgehen; dabei würden sie bei ihrer Prognose Freiheitsgrade in Anspruch nehmen, die sich der Vorstand nicht zugestehe. Im Gegensatz zur HHLA würden die Analysten mit ihren Schätzungen eine Verfestigung des wirtschaftlichen Aufschwungs auch in Zentral-, Nord- und Osteuropa implizieren.
Wesentlich für die mittelfristige Beurteilung der HHLA-Aktie würden die Analysten halten, dass im Feederverkehr alle Liniendienste gehalten worden seien, also keinerlei "Beschädigung" der in Europa führenden Zubringer-Struktur stattgefunden habe, und dass die HHLA keine substantiellen Zugeständnisse bei den Haupttarifen im Überseegeschäft gemacht habe.
Das Kursziel für die HHLA-Aktie würden die Analysten bei 35 EUR belassen. Auf Basis ihrer Prognosen für 2010 und ihrer Kurszielformulierung ergebe sich ein Ziel-KGV bei 28.
Das Anlageurteil der Analysten von SRH AlsterResearch für die HHLA-Aktie lautet "kaufen". (Analyse vom 01.04.2010) (01.04.2010/ac/a/d)
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